Montag - 31. Juli 2017

Fortgeschrittener Prostatakrebs:

Neues aus der Krebsforschung: Mehr Lebenszeit dank regelmäßiger Symptomkontrolle

In einer Studie konnte gezeigt werden, dass eine gezielte Symptomkontrolle zur Lebensverlängerung bei Krebspatienten beiträgt / Kampagne ‚Männer.Reden.Jetzt.‘ klärt Männer mit Prostatakrebs über die Zeichen der fortschreitenden Erkrankung auf / Männer werden zum Reden über ihre Symptome ermutigt

Leverkusen, 31. Juli 2017 – Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die Symptome systematisch dokumentieren und ihren Ärzten zur Verfügung stellen, leben im Durchschnitt länger als Patienten, die das nicht tun. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie.(1) Dabei untermauert die Studie nicht nur die Bedeutung der eigenen Überwachung der Symptome bei einer Krebserkrankung durch den betroffenen Patienten; sie macht auch deutlich, dass Ärzte so früh wie möglich von den Beschwerden ihrer Patienten erfahren sollten.

‚Männer.Reden.Jetzt.‘ unterstützt Arzt-Patienten-Kommunikation
„Die vor einem Jahr von Bayer erfolgreich ins Leben gerufene Aufklärungskampagne ‚Männer.Reden.Jetzt.‘ hat sich zum Ziel gesetzt, dass Männer mit fortgeschrittenem Prostatakrebs nicht nur über Symptome aufgeklärt werden sollen,“ erläutert Kampagnen-Botschafter Carlo Thränhardt, „sondern auch dazu ermutigt werden, ihre Beschwerden so früh wie möglich dem Arzt mitzuteilen“. Und das ist ein Gespräch, das viele Männer Überwindung kostet, wie der ehemalige Hochspringer und Weltrekordhalter weiter ausführt. Die Website maennerredenjetzt.de. bietet den Patienten weiterführende Informationen sowie Materialien zum Download an, die sie beim Umgang mit der Erkrankung unterstützen. So können Betroffene beispielsweise mit einem Symptomfragebogen ihre Beschwerden zwischen den Kontrollterminen im Blick behalten und sich mit einem Gesprächsleitfaden aktiv auf den Arztbesuch vorbereiten.

Krebspatienten mit systematischer Symptomkontrolle leben fünf Monate länger
Dass Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung, die regelmäßig ihre Symptome kontrollieren, im Median fünf Monate länger überleben können als diejenigen mit üblicher medizinischer Betreuung, fand kürzlich ein Forscherteam um Ethan M. Basch heraus:(1) Die Wissenschaftler hatten zwischen September 2007 und Januar 2011 766 US-amerikanische Patienten mit Krebsarten wie Brust-, Lungenkrebs und Krebs des Harn- und Geschlechtsapparates sowie Tumoren des weiblichen Beckens in die monozentrische Studie aufgenommen. Alle Patienten, die per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt wurden, bekamen eine ambulante Chemotherapie gegen metastasierende solide Tumoren. Während die Kontrollgruppe die übliche medizinische Betreuung erhielt, sollte die Experimentalgruppe ihre Beschwerden anhand von 12 typischen Symptomen digital über ein Tablet dokumentieren. Die behandelnden Ärzte erhielten bei den jeweiligen Kontrollterminen einen Ausdruck dieser Symptomdokumentation. Gaben Patienten auf ihrem Tablet an, dass sie starke oder stärker werdende Symptome hatten, wurde das Pflegepersonal via E-Mail darüber informiert. Dass sich das Web-basierte Symptom-Monitoring auch positiv auf die Lebensqualität, Patientenzufriedenheit und die Häufigkeit des Aufsuchens der Notaufnahme auswirkt, zeigten bereits frühere Auswertungen (1) der vorliegenden Studie. Die nun festgestellte Überlebensverlängerung war von so großer Bedeutung, dass sie in der Hauptveranstaltung des amerikanischen Krebskongresses (ASCO 2017), als nur einer von vier Beiträgen, vorgestellt wurde.(1)

Da die Studie bisher in einem einzigen Studienzentrum durchgeführt wurde – dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center – weisen die Autoren darauf hin, dass die Ergebnisse aktuell im Rahmen einer multizentrischen konkrollierten Studie weiter untersucht werden sollen.(1)

‚Männer.Reden.Jetzt.‘ neu auf Facebook
Zusätzlich zur Website maennerredenjetzt.de steht aktuell auch auf Facebook eine Informationsseite @maennerredenjetzt zur Verfügung. Dabei richtet sich die Seite außer an Patienten auch an Angehörige, Freunde und Kollegen mit dem Ziel, den Dialog im Umgang mit Prostatakrebs zu fördern.


Quellen:
(1) Basch Ethan M, J Clin Oncol 35, 2017 (suppl ; abstr LBA2).

Mehr Informationen unter presse.bayer.de

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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