Dienstag - 11. Juli 2017

Weltweit größtes Förderprogramm im Bereich der Hämophilie:

Zwei deutsche Wissenschaftlerinnen gehören zu den Preisträgern des „Bayer Hemophilia Awards Program 2017“

Dr. Rosa Toenges, Frankfurt, erhält die Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema Gentherapie der Hämophilie A / Dr. Heike Singer, Bonn, wird für ihre Forschung zu neuen Therapiemöglichkeiten in der Hämophilie A geehrt / Insgesamt zählen 16 Forscher aus acht Ländern zu den Preisträgern und erhalten mehr als 1,1 Millionen US-Dollar
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Preisträger des „Bayer Hemophilia Awards Program 2017“, darunter die beiden deutschen Forscherinnen Dr. Rosa Toenges (3. v.l.) und Dr. Heike Singer (8. v.l.).

Leverkusen, 11. Juli 2017 – Bayer hat die diesjährigen Preisträger des „Bayer Hemophilia Awards Program“ (BHAP), dem weltweit größten Förderprogramm im Bereich der Hämophilie, bekannt gegeben. Insgesamt wurden 16 Wissenschaftler aus acht Ländern mit dem Preis ausgezeichnet – darunter auch zwei deutsche Forscherinnen. Die Preisträger erhalten eine Förderung für innovative Forschungsansätze und Ausbildungsinitiativen in Höhe von mehr als 1,1 Millionen US-Dollar. Ausgewählt wurden die Gewinner der fünf möglichen Kategorien von einem international besetzten Gremium aus klinisch tätigen Hämophilie-Spezialisten und Forschern. Die Preisvergabe fand im Rahmen des Kongresses der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) in Berlin statt.

Auszeichnung zur Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten
Die deutsche Ärztin Dr. Rosa Toenges vom Universitätsklinikum Frankfurt zählt zu den Preisträgerinnen in der Kategorie Fellowship Project Award. Sie wurde für ihre Forschungsarbeit „Exploring template-free CRISPR/Cas9 genomic editing for hemophilia A treatment“ ausgezeichnet. Dabei geht es um die Entwicklung einer Gentherapie der Hämophilie A mittels CRISPR/Cas9. Durch das „gene editing tool“ CRISPR/Cas9 sollen an definierten Stellen im Genom Doppelstrangbrüche produziert werden, die mit Hilfe der zelleigenen Reparaturmechanismen wieder behoben werden sollen. Gleichzeitig soll während dieser Reparatur auch die krankheitsverursachende Mutation erkannt und mit korrigiert werden. „Das Ziel unseres Projektes ist es, eine CRISPR/Cas9 basierte Strategie zu entwickeln, um Hämophilie A verursachende Mutationen zu ‚reparieren‘“, erläutert Dr. Rosa Toenges, Frankfurt. „Daher freue ich mich sehr über die finanzielle Unterstützung, die mit dem ‚Bayer Hemophilia Awards Program‘ verbunden ist.“

Forschungsarbeit zur verbesserten Therapie von Inhibitoren
Auch Dr. Heike Singer vom Universitätsklinikum Bonn gehört zu den Preisträgern. Sie wurde für ihre Forschungsarbeit „Intracellular identification of FVIII from HA-patients with nonsense mutations in relation to their MHC-driven risk for inhibitor formation“ in der Kategorie Early Career Investigator Award ausgezeichnet. Ausgangspunkt für dieses Projekt ist, dass Hämophilie A-Patienten mit Nonsense (Stop) Mutationen ein höheres Inhibitor-Risiko gegen rekombinanten Faktor VIII (FVIII) aufweisen, wenn sich die Mutation im hinteren Teil des Proteins innerhalb der sog. „leichten Kette“ befindet. Der Grund für das erhöhte Risiko ist noch unbekannt. „In diesem Projekt wollen wir untersuchen, ob bestimmte Stop-Mutationen in der Lage sind, verschiedene FVIII-Peptide extrazellulär dem Immunsystem zu präsentieren und damit eine Toleranz gegen den rekombinanten FVIII zu schaffen“, sagt Dr. Heike Singer, Bonn. „Dank des ;Bayer Hemophilia Awards Program‘ können wir weiterhin eine spezifischere therapeutische Strategie für die Behandlung von Inhibitor-Patienten entwickeln.“

Über das „Bayer Hemophilia Awards Program“
Das „Bayer Hemophilia Awards Program“ ist ein Beispiel für das Engagement von Bayer zur Förderung des wissenschaftlichen und klinischen Wissens, das die Behandlung von Hämophilie-Patienten verbessert. Die Prioritäten der Forschungsprojekte im „Bayer Hemophilia Awards Program“ reichen von Grund- und Begleiterkrankungen über therapeutische Innovationen bis zur Untersuchung molekularer Mechanismen oder experimenteller Modelle. Die Auszeichnung wird jährlich in fünf Kategorien vergeben: Special Projects, Early Career Investigator, Fellowship Project, Caregiver und Outcomes Research.

Das „Bayer Hemophilia Awards Program“ unterstützt Grundlagenforschung und klinische Forschung, aber auch Ausbildungsinitiativen zum Thema Hämophilie. Eines der Hauptziele des „Bayer Hemophilia Awards Program“ ist die Förderung von jungen Wissenschaftlern und Fachärzten in der Weiterbildung sowie Fachpersonal in der Betreuung von Patienten mit Hämophilie. Dies soll die Entwicklung der nächsten Generation an Betreuungs- und Behandlungsoptionen für Menschen mit Hämophilie weltweit unterstützen. Seit seiner Initiierung im Jahr 2002 hat das „Bayer Hemophilia Awards Program“ mehr als 280 Preisträger mit Preisgeldern im Wert von über 33 Millionen US-Dollar an Wissenschaftler und Betreuer in 32 Ländern weltweit ausgezeichnet. Durch diese Unterstützung wurden schon mehr als 440 wissenschaftliche Artikel und Abstracts veröffentlicht. Weitere Informationen zum „Bayer Hemophilia Awards Program“ finden Sie unter www.bayer-hemophilia-awards.com.

Über Hämophilie A
Bei Hämophilie A, auch bekannt als Faktor-VIII-Mangel oder „klassische Bluterkrankheit“, handelt es sich um eine vererbte Störung der Blutgerinnung. Hämophilie A, bei der das Blutgerinnungsprotein Faktor VIII fehlt oder fehlerhaft gebildet wird, ist die häufigste Form der Bluterkrankheit. Hämophilie A ist durch verlängerte und spontane Blutungen charakterisiert, die insbesondere Muskeln, Gelenke oder innere Organe betreffen.

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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